Conrad von Rappard
19.8.1805 geboren in Unna
1823-1827 Jurastudium
1827-1834 Jurist in Potsdam, Zehdenick und Posen
1838 Aufnahme im Dichterkreis „Tunnel über der Spree“
ab 1838 Landrichter und Regierungsstatthalter in Altlandsberg/Berlin, grosses Engagement im Braunkohletageabbau. Erwerb der Rittergüter Glambeck und Ostdorf bei Berlin. Verheiratet mit Franziska Richter, drei Söhne. Scheidung in der Schweiz
1848 Mitglied in der linksliberalen „Westendhalle“, Frankfurter Parlamentsmitglied, auch Mitglied des Stuttgarter Rumpfparlaments. 1849 Haftbefehl wegen verräterischer Umtriebe, Flucht in die Schweiz Bürger der Gemeinde Gerlafingen/Solothurn
1850 Erwerb des Guts Mariafeld/Zürich, naturwissenschaftliche Studien. Erforscht die „Synapta Rappardi“ aus der Südsee, Doktortitel. Gründung des Instituts für Mikroskopie „August Menzel&Co.“
1855 Erwerb des Hotel Giessbach, das aufgrund der bengalischen Beleuchtung des Giessbach zur weltweiten Touristenattraktion wird. Versuch, die Dampfschifffahrt auf dem Thuner See einzurichten; Scheitern des Projektes durch technische Mängel
1856 Gründung des Engellschen Instituts für mikroskopische Präparate und Mikroskopierschule. Ehe mit Albertine von Rappard, 1857 Geburt der Tochter Clara
1858 Umgestaltung des Rugen zum Aussichtspark mit Ringweg, Trinkhalle und Aussichtspunkten. Projekt einer grossflächigen Kuranlage. Errichtung der Villa Rugen am Südhang
Ab 1866 verantwortlich für verschiedene Gruben und Steinbrüche im Berner Oberland
1871 Begnadigung durch Kaiser Wilhelm I., ab da Mitglied im Preussischen Reichstag Unterhalt einer Stahlgussfabrik und verschiedener Steinbrüche im Ruhrgebiet
17.6.1881 Tod durch Herzschlag
|